Gefahren- und Risikoanaly­sen

In komplexen Systemen wie z. B. Kraftfahrzeugen spielen die Aspekte der funktionalen Sicherheit eine herausragende Rolle. Die frühzeitige Ermittlung von Risiken und Ausfallkriterien helfen, die Zuverlässigkeit des Systems zu optimieren und die Risiken von Projektverzögerungen und Produktrückrufen zu minimieren.

Wir übernehmen Verantwortung in der Koordination und fachlichen Betreuung von Gefährdungs- und Risikoanalysen. Dazu gehören Aspekte wie

  • Methodenkompetenzen,
  • Kenntnis der zugrunde liegenden Standards der jeweiligen Domäne und
  • ein ausgeprägtes technisches Verständnis in den Domänen Eisenbahn, Luftfahrt und Automobil.

Zur Erarbeitung dieser Punkte nutzen wir folgende Vorgehensweisen und begleiten Projektteams in den Bereichen

  • Systemanalyse und Ermittlung von Ausfallkriterien,
  • FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse),
  • PHA (Preliminary Hazard and Risk Analysis),
  • GuR (Gefahren und Risikoanalyse) und
  • FTA (Fehlerbaumanalyse).

Im Raumfahrtbereich führen wir Analysen/Simulationen hinsichtlich möglicher Gefährdungen durch Weltraummüll und Meteoritenteilchen durch. Mehr hierzu finden Sie unter Missionsanalysen.

Projektbeispiele

Unsere Kompetenzen konnten wir zum Beispiel in den folgenden Projekten erfolgreich unter Beweis stellen:

FMEA

Bei FMEA handelt es sich um ein präventives Werkzeug der Qualitätssicherung. Mögliche Schwachstellen werden erkannt, indem potenzielle Fehler bereits in der Planungs- bzw. Entwicklungsphase angedacht und in ihren Auswirkungen beschrieben und bewertet werden.

Alle FMEA-Typen haben die Gemeinsamkeit, ein Produkt oder einen Prozess zuverlässiger zu gestalten und Fehlerauswirkungen zu reduzieren. Es gibt verschiedene Typen:

  • System-FMEA (Produkt-FMEA System)
  • Design-FMEA (Produkt-FMEA Design)
  • Prozess-FMEA
  • FMEDA (Failure Modes, Effects and Diagnostic Coverage Analysis)

PHA/GuR

Mithilfe der Risikoanalyse wird die Risikoklasse eines Systems bzw. einer Systemfunktion bestimmt. Die Analyse klassifiziert potenzielle Gefährdungen und Risiken unter Berücksichtigung möglicher Auswirkungen im Fall eines unerwünschten Systemverhaltens und das unter allen voraussehbaren Einsatzbedingungen.

Die Klassifikation ist die Grundlage für die Durchführung eines Sicherheitsprozesses. Auf Basis der Risikoklassifikation werden Sicherheitsziele für das Design und die Prozesse abgeleitet und das Sicherheitskonzept definiert, um die kritische Fehlfunktion (Hazard) ausreichend abzusichern. Die Risikoklassen sind in den einzelnen Standards unterschiedlich definiert:

  • IEC 61508: SIL (Sicherheitsintegritätslevel)
  • ISO 26262: ASIL (Automotive SIL)
  • RTCA DO-254, RTCA DO-178B/C, SAE ARP 4754: DAL (Development Assurance Level)